Im Grenzgebiet des Talamanca Gebirges, Costa Rica zu Panama lebt das Indianervolk NGÖBE. In einem umfassenden internationalen privatem Schutzprojekt wird dort den ansässigen Familien und Farmern ermöglicht, ihre Bio ökologischen Produkte anzubauen und zu vermarkten. An erster Stelle steht der Anbau und die Weiterverarbeitung von hochwertigen Criollo-Kakao. Alle Produkte sind 100% Fair Trade und der erwirtschaftete Gewinn aus dem Verkauf der Produkte geht direkt zu den NGÖBES.
Bio Organic Fair Trade Produkte direkt von den Indianern NGÖBE aus dem Süden Costa Ricas.
Die Kakaobohne ist das hochwertigste vitalstoffreichste und komplexeste Nahrungsmittel, dass der Mensch je entdeckt hat. Es ist die Quelle Nr.1 an  Magnesium, Eisen, Chromium, wirkt positiv auf das Blutbild und den Knochenbau, reguliert das Zellwachstum und verfügt über eine heilende Wirkung. Als natürliches Aphrodisiakum enthält es gleich mehrere Inhaltsstoffe, die positive euphorisierende Gefühle auslösen. Arginin ist das Viagra der Natur. Die Ureinwohner Mittel- und Südamerikas nutzen die rohe Kakaobohne noch heute als „Medizin“ bei verschiedenen Krankheiten und gegen Depressionen, indem bei Bedarf jeden morgen 5 Bohnen roh verzehrt werden. Kakao steigert zudem die Sensibilität und Konzentrationsfähigkeit. Roher Kakao liefert somit nicht nur reichlich Energie, sondern er ist auch ein Allrounder gegen allerlei Krankheiten. Schon die regelmäßige Einnahme von kleinen Mengen rohem Kakao kann verschiedenene Erkrankungsrisiken verringern und in manchen Fällen sogar akute Symptome wirksam bekämpfen.
Kakaobohnen Sorten Die Kakaopflanze Theobroma Cacao hat sich durch Kreuzungen in viele Unterarten entwickelt und ebenso vielfältig ist das Aroma der verschiedenen Sorten. Grundsätzlich unterscheidet man in drei Sorten: die Edelkakaos Criollo und Trinitario und den Konsumkakao Forastero.  Die Criollo Kakaobohne gilt unter den Kakaobohnen als die feinste und schönste Bohne. Die Forastero Kakaobohnen werden in der weltweiten Kakao-Produktion am häufigsten verwendet und bestimmen mit über 80% den weltweiten Kakaomarkt. Wegen ihrer Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Krankheiten wird sie den Edelkakaos gegenüber bevorzugt, obwohl sie geschmacklich nicht so gut ist. Der schwerer zu kultivierende  Criollo ist geschmacklich besser, macht wegen seiner Empfindlichkeit aber  nur noch einen kleinen Teil der Ernte aus. Er wird zusammen mit dem Trinitario, einer Kreuzung aus Criollo und Forastero, für Edelschokoladen verwendet. Der Edelkakao Criollo ist in Mittelamerika beheimatet. Die Bäume zeichnen sich durch lange, spitze, gefurchte und warzige Früchte aus.  Er wird nur  ungefähr 6-8m hoch und ist damit ein kleiner Urwaldbaum. Er verträgt weder Trockenheit noch Kälte oder Wind und auch keine Staunässe. Deshalb  gedeiht er am besten inmitten eines möglichst naturnahen Regenwaldes, der Beschattung, Windschutz, humusreichen und lockeren Boden sowie ein tropisches Wald-Mikroklima bietet, also gleichbleibend hohe Luftfeuchte und Temperatur.  Die Blätter sind bis zu 25 cm lang und saftig-grün, die Pfahlwurzeln der kleinen Bäume reichen 2 m tief. Kakao bildet seine Blüten und Früchte direkt am Stamm und an den großen Ästen. Theobroma  Cacao braucht fünf bis sechs Jahre, bis er zum ersten Mal verwertbare Früchte trägt. Dann aber blüht er in zwei Zyklen. Dabei ist der Baum zunächst übersät von Blüten, weiße weibliche und pinke männliche. Die Bestäubung der kleinen Kakaoblüten erfolgt durch winzige Insekten, die natürlicherweise im organischen Waldboden leben.  Aus den Tausenden von Blüten, die sich das ganze Jahr hindurch bilden, wachsen am Ende nur 1-5% Kakaofrüchte. Ein guter Kakaobaum bildet je nach Klima in 6 Monaten ca. 50 bis 150 Früchte mit je nach Sorte sehr variabler Form und Farbe. Im Inneren der festen Schale liegen ca. 20 bis 60 Samen, die von einer weißen, sehr schmackhaften Fruchtpulpe umgeben sind. Diese  "Kakaobohnen" sind 2 bis 4 cm lang und wiegen 1 - 2 Gramm. Die Früchte müssen besonders vorsichtig mit scharfen Macheten oder Messern vom Baum abgetrennt werden. Dieser Vorgang setzt viel Erfahrung voraus, denn weder die Kakaoschote noch der Ast dürfen dabei verletzt werden. Schneidet man den Ast falsch an, kann das sogar im schlimmsten Fall  zu einem Absterben des ganzen Baumes  führen! Die Haupternte in Costa Rica dauert meist von Juni bis Februar. Die Nebenernte von März bis Juni. Die Früchte der Nebenernte gelten qualitativ als etwas schwächer als die der Haupternte. Bei den NGÖBE Indianern im Süden Costa Ricas stellt die Verwendung von Criollo Kakao als „Würzkakao“ eine Tradition dar und er wird im Urwald mit großer Sorgfalt angebaut. Fermentation Die NGÖBE Indianer breiten die Bohnen auf Bananenblätter aus und decken diese mit weiteren Bananenblättern ab. So bleiben die Bohnen meistens für etwa fünf bis sechs Tage liegen. Während dieser Zeit läuft ein Gärprozess, die Fermentation ab. Dabei entstehen hohe Temperaturen von ca. 40 °C bis 50 °C. Ausgelöst durch diese Temperaturen laufen die verschiedensten chemischen und biologischen Prozesse ab. Am ersten Tag wird das Fruchtfleisch flüssig und verdampft schließlich mit steigender Temperatur. Entscheidend für die spätere Schokolade ist, dass die Bohnen kurz aufkeimen, um dann durch die hohen Temperaturen und den hohen Säuregehalt abzusterben. Ohne das Keimen der Bohnen hätte die Schokolade nicht ihren gewünschten Geschmack. Das Abtöten der Keimfähigkeit ist notwendig, um die Bohnen haltbar zu machen. Mit dem Absterben der Bohnen werden die Zellwände zerstört und der Zellsaft kann sich in der ganzen Bohne ausbreiten. Das ist ein Grund dafür, dass der bittere Geschmack der Bohnen gemildert wird und Vorstufen der späteren Aromastoffe entstehen. Außerdem erhalten die zuvor weißlich-gelben Bohnen ihre braune Färbung. Trocknen der Kakaobohnen Nach der Fermentation enthalten die Bohnen bis zu 60 % Wasser. Um lagerfähig und damit für die weitere Verarbeitung geeignet zu sein, müssen sie getrocknet werden. Dazu werden sie auf Bananenblätter, Matten oder Tabletts ausgebreitet und ein bis zwei Wochen der tropischen Sonne getrocknet. Während des Trocknens reduziert sich das Gewicht der Bohnen um mehr als die Hälfte und der Wassergehalt wird auf maximal 7 % reduziert. Dadurch wird die Haltbarkeit der Bohnen deutlich verbessert. Durch die Sonnenbestrahlung wird außerdem das Aroma der Bohnen weiter entwickelt. Kakao NIBS, Crunch & Schokolade bei den NGÖBE Indianern. Nach dem Trocknen, werden die Kakaobohnen von Hand geschält und in kleine Stücke, den NIBS gebrochen, Natur belassen oder mit frisch gepressten Rohrzuckersaft überzogen und in der Sonne getrocknet. die Crunch Nibs. Rohe Kakaobohnen sind gesünder & besonders. Im konventionellen Fertigungsprozess zur Herstellung von Schokolade, werden die Kakaobohnen bei hohen Temperaturen geröstet was zu einer erheblichen Zerstörung viele Nährstoffe führt und somit die fertige Schokolade bei weitem nicht den Nährwertgehalt aufweist wie die rohe ungeröstete Kakao Bohne. Je roher die Kakaobohne in einem Schokoladenprodukt ist, desto wertvoller sind die darin enthaltenden Nährstoffe. Im natürlichen und unbehandelten Zustand enthält roher Kakao eine Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien, Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren. Die braune Bohne steigert die Energie und Konzentration, verbessert die Gemütslage und schützt gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System. Roher Kakao ist eine der größten pflanzlichen Quellen für Magnesium, welcher für den Aufbau starker Knochen und Muskulatur verantwortlich ist. Magnesium kann zudem blutdrucksenkend wirken und auch die Herzmuskulatur stärken. Magnesiummangel wird sich im Normalfall durch Antriebslosigkeit und Müdigkeit bemerkbar machen – ein kleines Stückchen roher Kakao jeden Morgen kann effektiv dagegen angehen. Der hohe Calciumgehalt im Kakao unterstützt die Weiterleitung von Muskel- und Nervensignalen und stärkt die Knochen. Roher Kakao fördert auch die Verdauung, unterstützt die Produktion verschiedener Glückshormone, entspannt den Körper und sorgt gleichzeitig für mehr Konzentration und Energie. 100 g Rohkakaopulver enthalten: 12 g Fett, 18 g Kohlenhydrate, davon nur 1 g Zucker 31 g Ballaststoffe (verdaungsfördernd und Erhöhung der Stoffwechselaktivität) 29 g Proteine Diverse Spurenelemente, Mineralien & Vitamine Kakao enthält wertvolle ungesättigte Fettsäuren Die Funktionen des Körpers benötigen Fette. Einige dieser Fette stellt der Körper eigenständig her, essenzielle Fette muss der Körper durch die Nahrung aufnehmen. Der rohe Kakao ist reich an den einfachen ungesättigten Fettsäuren. Eines dieser Fette ist die Ölsäure. Sie erhöht den guten Cholesterinspiegel und sorgt gleichzeitig für eine gesunde Herzfunktion. So positiv wirkt sich roher Kakao auf die Gesundheit aus Roher Kakao gegen Diabetes Roher Kakao enthält wertvolle Flavonoide, welche den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senken und im Körper die Verarbeitung vom Zucker verbessern. Der regelmäßige Verzehr von rohem Kakao beschleunigt den Zuckerstoffwechsel, verhindert starke Blutzuckerspiegelschwankungen und schützt vor Heißhungerattacken auf Süßes. Dies ist vor allem für Diabetiker zum Vorteil. Roher Kakao senkt das Risiko von Herzkrankheiten Viele Ärzte haben schon vor dem Boom, den roher Kakao ausgelöst hat, dazu geraten, dass ein Stück Schokolade am Tag vor Herzkrankheiten schützen kann. Nun sind die Wirkstoffe, die in raffinierter Schokolade nur noch in Spuren vorhanden sind, in der Ursprungsform des rohen Kakaos in viel höherer Konzentration vertreten. Und wieder sind es die Flavanoide, die für eine Senkung des Herzinfarktrisikos sorgen. Die sekundären Pflanzenstoffe wirken leicht gefäßerweiternd, wodurch die Entstehung von Blutgerinnseln auch in der Herzmuskulatur verhindert wird und der Blutdruck – wie immer natürlich nur bei regelmäßiger Einnahme – dauerhaft sinkt. Schokolade macht glücklich? Roher Kakao erst richtig! Um das Glücksgefühl im Körper zu steigern, werden im Gehirn spezifische Neurotransmitter ausgeschüttet. Der regelmäßige Verzehr von rohem Kakao fördert dessen Ausschüttung, steigert das positive Gefühl und das allgemeine Wohlbefinden. Die ausgeschütteten Neurotransmitter: Serotonin – Roher Kakao erhöht im Gehirn den Serotoninspiegel und wirkt gleichzeitig als Antidepressivum. Er hilft, die prämenstruellen Symptome einer Frau zu reduzieren und fördert ein Gefühl des Wohlbefindens. Endorphine – Roher Kakao stimuliert die Ausschüttung von Endorphinen und zugleich das “Runner’s High Gefühl”. Dieses Gefühl weckt die Motivation Tausende von Kilometern zu laufen oder unglaubliche Dinge zu bewirken. Phenylethylamin – Das Phenylethylamin wird im Gehirn überwiegend bei Verliebten hergestellt und freigegeben. Es steigert die Stimmung, wirkt als Antidepressivum, erhöht die Konzentration und die Wachheit. Diese Art des Neurotransmitters wurde im rohen Kakao gefunden. Anandamid – Das Anandamid ist das bekannte Gefühl der Glückseligkeit. Sobald der Mensch sich gut fühlt, wird es im Gehirn ausgelöst. Es fördert das Gefühl der Entspannung und Ausgeglichenheit. Der rohe Kakao enthält das N- Acylethanolamin, welches vorübergehend den Anandamid-Spiegel im Gehirn erhöht. Zusätzlich enthält der rohe Kakao spezifische Enzym-Inhibitoren, welche den Zusammenbruch des Anandamid-Spiegels verhindern. Kakao hilft während der Periode Frauen kennen das Problem: Die Periode rückt näher und die Stimmung geht in den Keller – das PMS- Syndrom schlägt häufig gnadenlos zu. Bei regelmäßigem Verzehr von Kakao-Nibs, also kleinen Kakaostückchen, wird die Serotonin-Ausschüttung im Hirn angeregt, welches als natürliches Antidepressivum fungiert. Man fühlt sich insgesamt wohler und nicht so gereizt, wie Frau es sonst „vor den Tagen“ kennt. Ein weiterer Faktor, der für gute Stimmung sorgt, sind die erhöhten Endorphine, welche eine gewisse Euphorie und Motivationsschübe im Körper auslösen können. Kommen dann noch die Phenylethylamine hinzu, ein Stoff, der bei Verliebten für das berühmte „Kribbeln im Bauch“ sorgt, ist die Mischung perfekt. Dieser Cocktail aus Neurotransmittern, die durch den Verzehr der rohen Kakaobohne entstehen, helfen langfristig gesehen dabei, mehr mit sich selbst im Einklang zu sein. Wobei man natürlich auch vom rohen Kakao keine Wunder erwarten darf. Hat man ernsthafte emotionale Verstimmungen oder gar Depressionen, hilft auch der beste Kakao nichts, sondern nur professionelle Hilfe und eine adäquate Medikation. Wobei auch hier der Kakao als „unterstützende Medikation“ nicht schädlich wirkt. Roher Kakao gegen Erkältung Im rohen Kakao wurde die chemische Substanz Theobromin entdeckt, welche den Körper vor Erkältungen schützt. Theobromin blockiert die Wirkung der sensorischen Nerven, welche eine Erkältung auslösen oder verstärken. Vor allem die sensorischen Nerven des Hustenreflexes werden gehemmt und Husten dadurch gelindert. Roher Kakao soll in der Behandlung von chronischem Husten sogar eine stärkere Wirkung als das Medikament Codein haben.
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Indigene Volksgruppen in Costa Rica Die Guaymí oder Ngobe-Bugle (neue Selbstbezeichnung als zusammenfassender Begriff aus den Unterethnien Ngobe oder Ngäbe und Bugle) sind ein indigenes Volk in Panama und Costa Rica. Sie leben insbesondere in den abgelegenen Gebieten des Territoriums Ngöbe-Buglé, das aus Teilen der Provinzen Boscas del Toro, Chiriquí und Veraguas gebildet wurde. Die traditionelle Subsistenzwirtschaft der Guaymí besteht aus Ackerbau, Viehzucht, Jagd und Fischerei. Guaymies Die   Guaymie   machen   den   grössten Anteil   der   indigenen   Population   Costa   Ricas   aus.   In   den   1960ern   sind   die   Guaymies   (auch   als   Ngöbegues   bekannt)   aus   Panama   nach Costa Rica emmigriert . Ort :   Südlicher   Pazifik,   Provinz   Puntarenas;   Gemeinden   von   Abrojos   im   Kanton   Corredores,   Conteburica   im   Golfito   Canton   und Coto Brus. Kulturelle   Identität :   Die   farbigen   handgefertigten   Trachten   werden   immer   noch   von   einem   Grossteil   der   Guaymies   getragen. Die   gängige   Sprache   ist   Guaymí,   aber   manche   Häuptlinge   und   Funktionäre   sprechen   auch   Spanisch.   Seit   einigen   Jahren   werden Projekte zur Alphabetisation in den Guaymie-Gemeinden vermehrt gefördert. Landwirtschaft : Anbau von Kakao, Reis, Bohnen, Mais, Palmöl und Bananen. Jagd, Fischerei, Schweinezucht. Kunsthandwerk :   Textilherstellung   aus   Naturfasern   und   Färbung   derselben   mit   natürlichen   Färbemitteln.   Produktion   von Matten und Hüten, die aus Baumrinde hergestellt werden. Kurze Geschichte In   Costa   Rica   gab   es   nie   eine   indigene   Hochhultur   wie   die   Azteken   oder   Mayas.   Die   Ureinwohner   waren   kulturell   von   Stämmen   aus Zentralamerika   und   dem   Norden   Südamerikas   (dem   heutigen   Kolumbien)   beeinflusst.   Die   meisten   Stämme   Costa   Ricas   basierten   auf Subsistenzwirtschaft,   d.h.   es   wurde   nur   gejagt   oder   angebaut,   was   für   den   Eigenbedarf   nötig   war.   Handel   wurde   nur   sehr   wenig   betrieben. Die   Stämme   wurden   von   einem   Cacique ”   als   Oberhaupt   regiert   und   wohnten   hauptsächlich   in   simplen   Behausungen   aus   Holz   und Palmblättern.    Deshalb    sind    kaum    archäologische    Relikte    permanenter    Besiedlung    zu    finden.    Eine Ausnahme bilden die berühmten Steinkugeln im Süden des Landes. Als   die   spanischen   Conquistadores   im   16.   Jahrhundert   eintrafen,   zogen   sich   viele   Stämme   in   die   Berge zurück.   Auf   diese   Weise   konnten   sie   dem   spanischen   Zwangssystem   der   Sklaverei   und   Besteuerung entgehen.   Gerade   in   Costa   Rica   -   so   vermutet   man   -   unterlag   aber   eine   grosse   Zahl   von   Einheimischen   den   aus   Europa   eingeschleppten Krankheiten   (hauptsächlich   Infektionskrankheiten).   In   anderen   Ländern   Lateinamerikas   wie   Guatemala   oder   El   Salvador   war   vielmehr gezielter   Genozid   verantwortlich   (und   zwar   bis   ins   20.   Jahrhundert).   Heute   gibt   es   in   Costa   Rica   nur   noch   ungefähr   64’000   autochthone Einwohner (etwa 1.7% der Gesamtpopulation) , welche hauptsächlich in Gebieten des Hochlands wohnen. Probleme der indigenen Einwohner Costa Ricas heute Bis   Ende   der   1970er   Jahre   war   der   Verlust   von   Land   das   Hauptproblem,   mit   welchem   die   Indios   Costa   Ricas   konfrontiert   waren.Aus   Geldmangel   wurde   oftmals   auf Kredit   in   Läden   von   Nicht-Indigenen   eingekauft.   Wenn   diese   Kredite   nicht   bezahlt   werden   konnten,   musste   dafür   das   Land eingetauscht   werden.   Aus   diesem   Grund   wurde   1977   das   Gesetz   zum   Schutz   der   indigenen   Völker   erschaffen.Ein   weiteres Problem   ist   die   Benachteiligung   im   Erziehungssystem .   Der   Staat   arbeitet   heute   zwar   intensiv   daran,   diese   zu   verbessern   und   auch die   ursprüngliche   Kultur   der   indigenen   Völker   in   den   Lehrplan   zu   integrieren. Aber   Jahrhunderte   kultureller   Benachteiligung   und Bevormundung   können   nicht   in   wenigen   Jahren   kompensiert   werden.   Zudem   ist   der   Wille   der   Regierung,   die   Ureinwohner   Costa Ricas    als    unabhängige    Einheit    zu    respektieren,    oftmals    ein    reines    Lippenbekenntnis.    Schliesslich    ist    die    wirtschaftliche Einbindung   der   Ureinwohner    problematisch,   nicht   zuletzt   wegen   der   mangelnden   Infrastruktur   und   der   schlechten   Bildung   der autochthonen   Einwohner.Somit   sind   die   Indios ”   in   Costa   Rica   durch   zahlreiche   Problemstellungen   belastet   und   werden   oft   für ihre   Traditionen   als   minderwertig   betrachtet.   Die   Lehre   ihrer   ursprünglichen   Sprachen   an   den   Schulen   ist   ein   wichtiger   Schritt, aber es bleibt noch ein weiter Weg bis zur kulturellen Unabhängigkeit.
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Gesetz zum Schutz Indigener Völker von 1977 Das   Gesetz   wurde   Ende   der   1970er   Jahre   geschaffen,   um   den   zunehmenden   Landverlust   der   indigenen   Bevölkerung   zu begrenzen.   Diese   war   ungenügend   gebildet   (mit   einem   hohen   Anteil   an   Analphabeten)   und   lebte   hauptsächlich   von   der Landwirtschaft,    welche    starken    Schwankungen    unterlag.    Eine    schlechte    Ernte    konnte    also    den    Verlust    aller    Mittel bedeuten. So wurde nach und nach das einzige Kapital, Land, an “Weisse” veräussert. In der Realität konnte das so aussehen: Ein indigener Bauer hat kein Geld mehr und kauft sich Saatgut und Essen auf Kredit bei einem Latino-Händler im Dorf. Fällt die Ernte schlecht aus, wird er zahlungsunfähig und überschreibt dem Händler ein Stück Land. So wurden die Ureinwohner faktisch Schritt für Schritt enteignet. Genau diesem Prozess wollte das Gesetz einen Riegel schieben - was in der Realität aber nur eingeschränkt passierte. In Artikel 3 des Indigenen Gesetzes (Nr. 6172) heisst es, dass Landbesitz in indigenen Reservaten nur für Einwohner indigenen Ursprungs möglich ist. Bodenbesitz kann also nur unter Indigenen weiterverkauft werden und alle Verkäufe, die vorher (an nicht-indigene) stattfanden, werden nichtig. In Artikel 9 wird festgehalten, dass Indigene Reservate (die vom Institut für Landwirtschaftsentwicklung bestimmt werden) an die autochthonen Gemeinschaften übertragen werden müssen. Aber heute (2010) ist ein grosser Teil dieser Reservate immer noch in Fremdbesitz und manche Gebiete sind bis zu 80% von nicht-indigenen Einwohnern bevölkert. Artikel 5 besagt, dass Nicht-Indigene, welche von Indios Land im Reservat erworben haben, dieses aufgeben müssen und dafür vom Staat finanziell entschädigt werden. In Wirklichkeit kam diese Passage jedoch selten zur Anwendung, da die indigenen Einwohner nicht die nötigen legalen Mittel ergriffen (weil sie ungenügend informiert wurden oder ihnen davon abgeraten wurde). Problematisch   am   Gesetz   ist,   dass   es   die   ökonomische   Unabhängigkeit   beschneidet,   da   innerhalb    eines   Reservats   kein offizieller   Landbesitz   möglich   ist.   Dies   wurde   zwar   mit   der   Idee   gemacht,   dass   das   Land   bewahrt   bleibt.   Gleichzeitig erschwert   es   aber   Investitionen,   da   es   für Aussenstehende   nicht   interessant   ist,   Geld   in   etwas   hineinfliessen   zu   lassen,   über das   man   keine   Kontrolle   hat.   Da   die   indigenen   Einwohner   aber   kaum   über   Kapital   verfügen,   können   sie   so   auch   keine Ressourcen beschaffen. Alkoholausschank in Reservaten Ein   interessantes   Detail   ist   zudem,   dass   in   indigenen   Reservaten   keine   Lizenzen   zum   Ausschank   von   Alkohol   vergeben werden.   Dies   mag   zwar   damit   begründet   worden   sein,   dass   man   die   Indios   vor   übermässigem   Alkoholkonsum   schützen will.    Aber    es    ist    eine    inakzeptable    Bevormundung    dieser    spezifischen    Volksgruppen.    Zudem    hat    es    nachteilige Auswirkungen   auf   den   Tourismus,   da   auch   Restaurants   oder   Hotels   in   Reservaten   keinen   Alkohol   ausschenken   dürfen. Was   immer   man   von Alkohol   halten   mag,   die   Entscheidung   über   den Ausschank   sollten   die   autochthonen   Bewohner   selbst treffen können. Trotz   des   Gesetzes   zum   Schutz   der   indigenen   Bevölkerung   werden   die   Ureinwohner   Costa   Ricas   oftmals   immer   noch   als Bürger   zweiter   Klasse   betrachtet.   Wenn   die   Regierung   zum   Beispiel   Bodenschätze   oder   Wasser   privatisieren   wird,   werden die    Gesetze    zum    Schutz    indigenen    Bodens    plötzlich    elatischer...    Die    Betroffenen    werden    zudem    ungenügend    über Einsprachemöglichkeiten   informiert.   Jahrhunderte   nach   der   ersten   Conquista   werden   die   Ureinwohner   Costa   Ricas   also immer noch von der Mestizo-Mehrheit bevormundet.
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Costa Rica Kaffee